Es ist bekannt, dass die erste Airbrushpistole 1878 von dem amerikanischen Juwelier Abner Peeler entwickelt wurde. Vier Jahre später ließ er sie patentieren und legte dem Antrag eine Selbstporträt bei, das er mit Hilfe seiner Erfindung retuschiert hatte.  | |
Trotzdem wollte die Kunstszene die ersten Werke, die mit der Airbrush-Technik geschaffen wurden, nicht anerkennen. Museen und Galerien wiesen sie mit der Begründung ab, sie sein nicht mit künstlerischen Mitteln entstanden. Dennoch ließen sich die Anhänger dieser Kunstform nicht entmutigen. Zunächst wurde die Technik in den Bereichen Grafik und Illustration etabliert und später stieß die über die über die Stilrichtungen Bauhaus und Pop-Art doch noch in die Kunstszene vor. In den 60er Jahren, zur Zeit der Hippiebewegung, entstanden auf der Basis des Airbrushens eigene Kunstformen, wie der Foto- oder Hyperrealsimus. Tatsächlich Anerkennung als künstlerische Stilrichtung sollte Airbrush aber erst um 1970 finden. Gernot Bubenik war einer der ersten anerkannten Airbrush-Künstler in Deutschland und H.R. Giger ist wohl der Bekannteste in diesem Genre. Heute ist Airbrush als Kunstform anerkannt und wird in verschiedensten Bereichen angewandt. Dazu zählen Werbeillustrationen, Custompainting. Modellbau, Mural Painting, aber auch Kunst auf dem menschlichen Körper wie beim Make-up, Bodypainting oder Naildesign.
Die Besonderheit des Airbrush ist, dass es sich hervorragend eignet, um kleine und genauso große Farbverläufe herzustellen und Strukturen herauszuarbeiten.
Gesundheitliche Vorsichtsmassnahmen
Da beim Airbrushing feinste Farbpartikel versprüht werden, sind Schutzmaßnahmen angebracht, um die Gesundheit des Künstlers nicht zu gefährden. Dazu zählt eine spezielle Schutzkleidung, eine Schutzbrille sowie eine Atemschutzmaske.
Auch bei der Auswahl der Farbmischungen sind Vorsichtsmaßnahmen zu beachten. So dürfen Wasserlacke oder Farben, die Lösungsmittel enthalten nicht in Wohnräumen versprüht werden. Bei einer sonstigen Verarbeitung muss auf eine ausreichende Lüftung geachtet werden.
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